Statement: Public-Viewing der WM 2022



Wir verurteilen das Verhalten der FIFA und die negativen Vorkommnisse rund um die Fussball-Weltmeisterschaften 2022 in Katar (und auch davor) klar. Insbesondere das Tolerieren von Menschenrechtsverletzungen, die aktive Unterstützung der Einschränkung von Meinungsfreiheit, Fragen rund um den Klimaschutz und – als jüngstes Beispiel – das Ausbleiben einer klaren Distanzierung der Verantwortlichen von menschenverachtenden homophoben Äusserungen.

Gerade für Menschen ohne Begeisterung für Fussball ist es sehr einfach, lautstark einen Boykott zu fordern und mit dem Finger auf jene zu zeigen, für welche dieser Sport eine Herzenssache ist. Wir sind der Meinung, dass ein Boykott seitens der Fussballverbände resp. deren Nationalmannschaften hätte stattfinden müssen. Das ist nicht passiert. Die Stadien sind gebaut und die WM findet nun statt, ob man das gut findet oder nicht. Auch die Schweiz nimmt teil und das nationale Fernsehen überträgt die Spiele. Und wie immer wird das Fussballfieber ausbrechen und die fussballbegeisterten Menschen werden die Spiele ihrer Nationalmannschaften mitverfolgen.

Innerhalb unseres Vereins wurde das schon lange geplante Public Viewing intensiv und kontrovers diskutiert. Eine Mehrheit vertritt die Meinung, dass in dieser Situation wegschauen die schlechtere Variante ist als hinzuschauen. Es ist enorm wichtig, dass Diskussionen stattfinden, dass kritisiert wird und dass Missstände aufgedeckt werden. Gerade das Beispiel Katar zeigt, dass öffentlicher Druck durchaus Wirkung entfalten kann. So hat die Fifa Menschenrechte in ihre Statuten übernommen und die katarische Regierung geht diverse Reformen an (vgl. Statement von Amnesty International).

Wir haben die letzten Welt- und Europameisterschaften gezeigt und wir zeigen auch ausgewählte Spiele der WM 2022. Dabei soll einerseits wie immer die Freude am Fussball im Zentrum stehen, andererseits möchten wir zusammen mit unseren Gästen wenigstens einen kleinen Teil dazu beitragen, Positives zu bewirken. Der gesamte Gewinn der Public Viewings wird darum an Organisationen gespendet, welche kritisch hinter die Kulissen dieser Weltmeisterschaft schauen und sich aktiv gegen Missstände einsetzen. Konkret sind dies Human Rights Watch, Amnesty International und Cards of Qatar.

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